Erna Irrinnerungen

Erna hört singende Fische, haut aus dem Altersheim zum Busfahren nach Berlin ab und verteilt ungefragt Flirttipps – die lehnt Enkelin Daria dankend ab. Während Ernas Leben sich dem Ende zuneigt, scheint das von Daria gerade erst richtig loszugehen. Beide eint die Liebe zueinander, doch die Leichtigkeit schleicht sich langsam aus ihrer gemeinsamen Zeit.

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Ernas Irrinnerungen basiert auf einem Theaterstück von Silvan Rechsteiner und zeichnet ein ganzes Leben im Schnelldurchlauf nach: Die große Liebe, Fernweh, Verlust und Alltäglichkeiten. Ernas Erinnerung schwindet, die Erzählung wird brüchig, springt von Szene zu Szene und kommt allmählich zum Stillstand.

Ármin Cservenák komponiert Musik für alle Lebenslagen und nimmt jede Abzweigung der Geschichte klanglich auf. Es entstehen präzise musikalische Porträts der Hauptfiguren Erna und Daria, die vor allem deren Witz und Hang zur Übertreibung ernst nehmen.

Die Inszenierung von Ernas Irrinnerungen setzt im letzten Moment des Lebens an und konfrontiert das Publikum mit den Dingen, die bleiben, wenn ein Mensch gegangen ist: Was gibt es nach dem Tod über eine Person zu erfahren? Wohin mit den Erinnerungen?

Termin

24. Oktober 2025 – Premiere – Festakt Akademie Musiktheater heute

Frankfurt LAB, Frankfurt am Main

Mitwirkende

Erna: Noemi Nikl
Daria: Violeta Samon
Erzählerin: Marlene-Sophie Haagen
Orchester: Ensemble Modern
Komposition: Ármin Cservenák
Libretto: Silvan Rechsteiner
Musikalische Leitung: Mareike Jörling und Maximilian Leinekugel
Regie: Lisa Astrid Mayer
Bühnen- und Kostümbild: Sophie Eidenberger und Thorben Schumüller
Dramaturgie: Flavia Wolfgramm und Marlene Schleicher
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